Abteilungen

Prellball

Prellball, ein Hallenspiel mit einem Hohlball (Faustball) zwischen zwei Mannschaften von je vier Spielern. Der Ball wird innerhalb des eigenen Spielfelds so mit der Faust auf den Boden geschlagen (geprellt), dass er über den Prellbock oder eine Leine, die die Mittellinie bilden, ins gegnerische Feld springt.

Die Regeln gleichen denen des Faustballs. Jede Mannschaft darf den Ball im eigenen Feld bis zu dreimal schlagen. Dabei darf ein Spieler den Ball nicht mehr als einmal berühren. Fehler sind ferner nicht erreichbare Bälle oder mehrmals ohne Berührung aufspringende Bälle. Der Prellbock oder die Mittelleine dürfen weder vom Ball noch von Spielern berührt werden.

Meisterschaften im Prellball, das in den zwanziger Jahren des 20. Jh. aufkam und zu den Turnspielen gehört, werden im Deutschen Turner-Bund mit einer eigenen Bundesliga und im Behindertensport ausgetragen.

Karate

Als Sport ist Karate relativ jung. Erst Anfang dieses Jahrhunderts entstand in Japan durch Einflüsse aus Okinawa aus der traditionellen Kampfkunst eine Kampfsport mit eigenem Regelwerk.

Es werden zwei Wettkampfdisziplinen unterschieden. Beim Kumite (Freikampf) stehen sich zwei Karateka auf einer Wettkampffläche gegenüber und versuchen, wertbare Stoß-, Schlag- und Tritttechniken anzubringen. Zur Sicherheit der Athleten tragen diese Faustschützer und jeder harte Kontakt beim Gegner wird durch ein System von Ermahnungen und Strafen geahndet. Die Kriterien sind so gehalten, dass Verletzung der Kampfpartner ausgeschlossen ist: Wer sich nicht daran hält, wird disqualifiziert.

Die zweite Disziplin ist die Kata (symbolischer Kampf). Äußerlich stellt die Kata einen Scheinkampf gegenüber mehreren Angreifern dar, die sich aus verschiedenen Richtungen nähern. Jede Bewegung hat ihre festliegende Bedeutung, und in jeder Folge liegt die Erfahrung zahlreicher großer Meister. Man unterscheidet annähernd 100 verschiedene Katas mehrerer Stilrichtungen, deren Ästhetik im Einklang von Kampfgeist, Dynamik und Rhythmik liegt.

Leichtathletik

So unterschiedliche Disziplinen wie Sprint und Marathon, Hochsprung und Speerwerfen gehören zur Leichtathletik.

Die Laufdisziplinen über 3.000 m, 3.000 m Hindernis, 5.000 m und 10.000 m bezeichnet man in der Leichtathletik als Langstreckenlauf. Er wird nicht nur als Leistungssport praktiziert, sondern eignet sich vor allem als Fitnessport für fast jedermann.

Die Laufdisziplinen über 400 m, 800 m, 1500 m und eine Meile bezeichnet man in der Leichtathletik als Mittelstreckenlauf.

Wer im Sportunterricht immer schneller als die anderen war, dem scheint es in die Wiege gelegt, ein Sprinter zu werden. Die Anlage für eine ausgerägte Schnelligkeitsmotorik wird vererbt.

Weitsprung ist eine der ältesten Wettkampfdisziplinen. Im Schulsport hat jeder Gelegenheit sich darin auszuprobieren.

Turnen

Die Turnabteilung der Eintracht Wiesbaden bietet Gerätturnen, Kunstturnen, Gymnastik, Eltern-Kind-Gruppen und Seniorengymnastik (60 Jahre und älter). Die traditionelle Gymnastik ist eine Mischung aus alt und neu (Inhalte, Musik, Handgeräte u.a.). Großer Wert wird auf Haltungs- und Rückenschule gelegt. Unter den Zielen von Fitness und Gesundheit gibt es Hobby-Ballspielgruppen in Basketball, Prellball und Badminton. Einmal wöchentlich steht uns ein Kraftraum zur Verfügung. Tradition ist die Teilnahme an Kinderturnfesten, Gau-, Landes- und Deutschen Turnfesten, so auch in diesem Jahr am Turnfest in Leipzig.

Ungefähr jedes dritte Mitglied der Eintracht Wiesbaden gehört der Turnabteilung an.

Handball

Handball lässt sich bis in das antike Griechenland zurückverfolgen. Heute ist Handball eine schnelle Hallen-Ballsportart für Leistungssportler.

Auf dem Hallenfeld von 40 x 20 m stehen sich zwei Mannschaften von 6 Spielern und je einem Torwart gegenüber. Durch trickreiches Ballzuspiel im Rahmen eines Regelwerks wird von einem Schutzhalbkreis (6 m) aus auf das gegnerische Tor (3 x 2 m) geworfen. Die Mannschaft kann aufgrund des temporeichen Spieles ständig ausgewechselt werden.
Der Ball darf nur 3 Sekunden (Schritte) gehalten werden, dann muss er abgespielt (Pass), gedribbelt oder abgeworfen werden.

Volleyball

Volleyball ist eine Sportart, die nicht erst seit sie in die olympischen Annalen einging, sehr beliebt ist. Ohne großen Aufwand oder teure Gerätschaften bietet dieser Ballsport spannende Spielsituationen und viel Spaß am Bewegen.
Vor allem aber fördert Volleyball die Teamfähigkeit jedes Einzelnen, da ein Match nicht selten durch ein geglücktes Zusammenspiel der sechs Spieler beziehungsweise der Integration aller auf dem Platz Stehenden entschieden wird.

Ju-Jutsu (柔術)

Ju-Jutsu ist die moderne Selbstverteidigung für die Praxis des täglichen Lebens, optimal, leicht erlernbar und vielseitig anwendbar. Doch angefangen hat es nach der Jahrhundertwende in Europa mit dem Jiu-Jitsu, der Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Die in ihm enthaltenen Elemente wurden im Judo, aber auch im Karate, Aikido usw. fortentwickelt und spezialisiert. Für eine umfassende Selbstverteidigung ist jede dieser Disziplinen jedoch nur ein Teil des Ganzen geblieben. Die Vollkommenheit liegt in der Zusammenfassung zu einem System.

Aber auch die Angriffe sind raffinierter, vielfältiger, vor allem aber gefährlicher geworden. Hier galt es, diesen ein Selbstverteidigungssystem entgegenzusetzen, das leicht erlernbar und einprägsam ist und den optimalen Gebrauch der Selbstverteidigungstechniken garantiert.

Im Ju-Jutsu sind die Erkenntnisse der vorgenannten Budo-Disziplinen, aber auch neue unter dem Grundsatz "aus der Praxis für die Praxis" zu einer modernen und sehr wirkungsvollen Selbstverteidigung zusammengeschlossen. Und weil Ju-Jutsu so effektiv ist, wurde es bei den Polizeien der Länder und dem Bundesgrenzschutz als dienstliches Pflichtfach eingeführt.

Sportkegeln

Kegeln ist eine Sportart, die durch Ausdauer und Konzentration geprägt ist. Für ein Spieler dauert ein Kegelspiel ca. eineinhalb Stunden (200 Wurf), zu vergleichen mit der Belastung eines 5000 Meter-Laufs. Der Kegelsport ist so alt wie die Menschheit. Dies belegen Funde in Gräbern 3200 Jahre v.Chr. Erste urkundliche Erwähnung 1157, dann ein stetes auf und ab. 1889 wurde der Deutsche Kegelbund gegründet, 1891 wurden die ersten Deutschen Meisterschaften ausgetragen. 1964 gründete sich die Kegelabteilung der Eintracht Wiesbaden. Sie schloss sich dem Verein Wiesbadener Sportkegler von 1921 an. Heute wird auf Kunststoffbahnen gekegelt. Sie sind 28,50 Meter lang und 1,70 Meter breit. Eine Kugel ist 2800 Gramm schwer und hat einen Durchmesser von 16cm. Bei einem Spiel bewegt ein Spieler also 560 kg.

Kinderturnen

Gerätturnen hat seinen festen Platz im Kinderturnen, auch Spiele und Leichtathletik im Sommer werden geboten. Kinder wollen gefordert werden, ihre Kraft und Geschicklichkeit erproben. Dabei beugen sie Haltungsschäden vor, sammeln Bewegungserfahrung und Körpererfahrung, lernen Gemeinschaft kennen.

Ein Rad am Boden, eine Grätsche über den Bock, ganz alleine gesprungen, stellen für Kinder ein großes Erfolgserlebnis dar. Solche Erfolgserlebnisse sind oft der Anfang einer großen Begeisterung für den Sport, egal für welche Sportart sie sich danach entscheiden, ob Tennis, Handball, Leichtathletik oder Turnen.

Tennis

In Deutschland spielen zwei Millionen Menschen Tennis. Aus dem einstigen Spiel von Eliten ist ein Volkssport geworden.

Tennis wird auf einer Fläche von 23,77 m x 10,97 m auf Hartplätzen, Rasen oder Hallenboden gespielt. Die Spielfelder sind durch ein Netz getrennt. Sieger ist, wer 2 von 3 oder 3 von 5 Sätzen gewinnt. Satzgewinn bedeutet 6 erfolgreiche Spiele. Ein Spiel wird mit 2 Punkten Vorsprung entschieden. Bei Gleichstand tritt Tiebreak in Kraft, und dabei entscheidet das 13. Spiel den Satz.

Tennis ist eine Ballsportart sowohl für jüngere als auch ältere Sportler, die in Abhängigkeit vom Konditionszustand in ihrer Spielintensität gut gesteuert werden kann.

Tischtennis

Tischtennis entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts in Indien und verbreitet sich schnell nach England. Dort erfand der englische Ingenieur Gibb 1890 den Zelluloidball, wenig später erfolgte die Konstruktion des Gummischlägers. Das zunächst als "Raum-Tennis" bezeichnete Spiel heißt nun Ping-Pong. Bei Olympischen Spielen ist das Tischtennis ein Spätstarter. Erst seit 1988 in Seoul gehört die Sportart zum Programm.

Als Leistungssport betrieben wird Tischtennis mit einem ständigen Konditions-, Schnelligkeits- sowie Schnellkrafttraining vorbereitet. Besondere Bedeutung hat die Beinarbeit und das Beherrschen der zahlreichen Balltechniken beim Schlag. Beim Schnellkrafttraining wird besonders die Armschlagkraft für den zweckmäßigen Ballabschlag geübt.

Tischtennis ist eine sanfte Ballsportart für alte Altersgruppen, die das Reaktionsvermögen und Beweglichkeit fördert.

Gesundheitssport

Herz-Kreislauf- und Immunsystem stärken, Stress abbauen und dabei reichlich Kalorien verbrennen mit sanftem, aber höchst effektivem Gesundheitssport.
Regelmäßige Treffen für alle, die Lust haben auf zwei Stunden Walking oder Nordic Walking in der Gruppe an frischer Luft auf abwechslungsreichen Strecken und mit fachkundiger Begleitung.

Wandern

Natur erleben, sich fit halten und entspannen in einem: Immer mehr Menschen entdecken das Wandern als Sportart mit Wellnessfaktor für sich neu. Die Zeiten, in denen das Spazieren durch Wald und Flur als Freizeitaktivität alter Herrschaften belächelt wurde, sind vorbei. Heute wandern Mann und Frau, alt und jung. Kurzum: Es geht bergauf mit dem Wandersport.